Von klassischen Pferdegemälden und einem großen Traum

„Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit.“

Aus dem „futuristischen Manifest“ von Filippo Tommaso Marinetti (1909)

Ich liebe es zu malen. Ich habe es schon immer geliebt. Egal, wie weit ich zurückdenke, sehe ich mich mit einem Stift oder einem Pinsel in der Hand. Malen macht mich glücklich. Es ist wie eine Meditation, in der ich alles vergesse und in einen tiefen Flow gelange. Das war schon immer so.

Ich bin aber auch mit dem Mantra von der „brotlosen Kunst“ aufgewachsen und habe somit zunächst einen pragmatischen Weg eingeschlagen und Grafik Design in Hamburg studiert. Dort hatte ich das Glück, Mal- und Zeichenunterricht von dem großartigen Lothar Walter zu erhalten, einem Studienfreund und künstlerischen Wegbegleiter von Paul Wunderlich und Horst Janssen, dessen Anregungen mich bis heute prägen.

Nach dem Studium habe ich viele Jahre in der Werbung gearbeitet. Der Wunsch, als freischaffender Künstler zu arbeiten, überdauerte aber alle Lebensabschnitte. Je mehr ich mich der vermeintlichen Realität beugte und einen „vernünftigen“ Beruf ausübte, „mit dem man seinen Lebensunterhalt verdienen kann“, desto größer wurde die Sehnsucht, den Traum zu verwirklichen, der mich mein ganzes Leben begleitet hat.

Pferdemalerei, ein Polospiel voller Dynamik

Pferde sind Geschöpfe voller Dynamik. Diese Dynamik ist das eigentliche Thema meiner Pferdemalerei.

Aber woher kommt diese Begeisterung für die Pferdemalerei?

Freunde meiner Eltern waren passionierte Reiter. Sie nahmen mich häufig mit zu den Meisterschaften im Vielseitigkeitsreiten in Luhmühlen und ich verbrachte viel Zeit bei den Pferden in ihrem Gestüt. Darüber hinaus sammelten sie Werke bedeutender Pferdemaler. Ihre Wände waren förmlich tapeziert mit Pferdegemälden, Stichen und Reproduktionen von Meistern wie John Boultbee, Alfred Dedreux, George Stubbs oder auch zeitgenössischen Vertretern der Pferdemalerei.

Pferde, die auf der Leinwand erstarren …

Ich war von den Szenen, die ich beim Vielseitigkeitsreiten erlebte und von der Schönheit, Kraft, Eleganz, Energie, Ausdrucksstärke, dem Temperament und der Tiefe der Pferde enorm beeindruckt. Im Vergleich dazu empfand ich aber die Gemälde der berühmten alten und jüngeren Meister der klassischen Pferdemalerei fast als statisch entrückt.

… und warum ich sie zum Leben erwecke.

Damals beschäftigte ich mich mit den italienischen Futuristen, deren Ziel es war, Bewegung, Schnelligkeit und Kraft auf der Leinwand erlebbar zu machen. Ihre künstlerischen Ideen haben mich nachhaltig beeinflusst und auch wenn mein Malstil sich sehr von dem der futuristischen Künstler unterscheidet, verbindet mich mit ihnen der Wunsch, Dynamik auf der Leinwand zu entfalten und erlebbar zu machen. Und genau diese Dynamik vermisse ich in der klassischen Pferdemalerei.

Deswegen werfe ich meine Motive mit breiten, kräftigen, bisweilen flüchtig anmutenden Pinselstrichen auf den Malgrund. Dabei löst sich die Form häufig in der Bewegung auf, das Motiv verschmilzt mit seinem Umfeld, „Kraftlinien“ durchpflügen die Szenen.

Portraitgemälde, Otto Fürst von Bismarck

Portraits sind wie Gesichtslandschaften.

Pferdeportrait, Vollblutpferd beim Derby in Hamburg Horn

Auch ein Pferdeportrait kann voller Dynamik sein.

Von der Landschaft zum Portrait …

Zunächst habe ich in diesem Stil jedoch Landschaften gemalt, um mich dann Portraits zuzuwenden. Hier wie dort gibt es Erhebungen und Vertiefungen, Licht und Schatten, Lebendigkeit und Erosion. Eigentlich sind Portraits Gesichtslandschaften. Was sie aber interessanter macht als Landschaften, sind die Augen, in denen sich das Wesen der Menschen spiegelt. Man sagt, die Augen seien das Fenster zur Seele. Deswegen arbeite ich diese genau aus und versuche, ihre ganze Tiefe wiederzugeben. Aus dem Kontrast zwischen flüchtig dahin geworfenen Bildpartien und den bis ins Detail ausgearbeiteten Augen entsteht eine Spannung, die den Betrachter in das Bild zieht.

… und wieder zurück zum Pferd

Vor einigen Jahren erinnerte ich mich an meine frühe Begeisterung für Pferde. Sie waren neben Portraits das perfekte Thema für meine Art, zu malen, denn kaum ein Motiv fordert mehr, Kraft und Geschwindigkeit, Temperament und Energie auf der Leinwand zu entfesseln. Dabei interessieren mich sowohl Szenen aus dem Pferderennsport, der Dressur, dem Springreiten und dem Polospiel als auch und ganz besonders Portraits von Pferden.

Freie Arbeiten und Auftragsmalerei

Viele meiner Bilder, ob es nun Portraits, Szenen aus dem Reitsport oder Pferdeportraits sind, entstehen als Auftragsmalerei. Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie auf der Suche nach einem besonderen Geschenk sind oder sich selbst mit einem persönlichen Gemälde beschenken wollen. Sie erreichen mich unter + 49 178 7619485 oder per E-Mail. Vielleicht haben Sie aber auch an einem der freien Gemälde Interesse, die Sie unter Arbeiten finden.

Übrigens: auch Leinwanddrucke sind möglich.

Bei manchen meiner Kunden sprengt der Preis des Originals das Budget … oder es ist einfach zu groß für die Wand, an die es soll. Deswegen biete ich meine Pferdegemälde und Portraits auch als Leinwanddruck an und bin immer wieder beeindruckt, wie nah der Druck dem Originalgemälde kommt.

Gemälde beauftragen
Mehr Arbeiten ansehen
Share: